
Das war das Gedenken an den 40. Jahrestag der Tschernobyl-Katastrophe 2026.

Das war das Gedenken an den 40. Jahrestag der Tschernobyl-Katastrophe 2026.
Am Sonntag, den 26. 4. 2026 jährt sich der Atomunfall von Tschernobyl zum 40-sten Mal. Der Supergau von 1986, ausgelöst durch Bedienfehler und Bauweise, setzte massive Mengen an Radioaktivität frei. Auch heute noch sind Böden und Pilze in Deutschland (speziell im Süden) mit Cäsium belastet. Die Region um das Kraftwerk bleibt eine weitgehend verlassene Geisterregion, in der die Natur sich die Landschaft zurückerobert.
Am 26. April diesen Jahres treffen sich schleswig-holsteinische Atomkraftgegner um 14 Uhr am abgeschalteten Atomkraft Brokdorf am Elbe-Deich beim Tschernobyl-Gedächtnis-Stein, um des Unfalls zu gedenken. Jeder ist herzlich zu einem Besuch eingeladen.
Eindrücke vom Tschernobyl-Gedenktag 2022
am Sonntag, dem 24. April 2022 um 12 Uhr am Deich vor dem AKW Brokdorf
Viele Jahre fand eine „Protest- und Kulturmeile“ Ende April, zum Tag des Super-GAUs von Tschernobyl statt. Das AKW Brokdorf wurde am 31.12.2021 stillgelegt. Auf unserer Feierstunde am 1.1.2022 auf dem Deich vor dem AKW wurde von vielen Teilnehmenden bedauert, wenn es keine regelmäßigen Treffen mehr geben würde, um so den Kontakt untereinander aufrecht zu halten. Das ist auch der Wunsch der Initiator*innen der Mahnwachen, die an jedem 6. eines Monats, 425 mal seit 1986, vor dem AKW Brokdorf stattgefunden haben. Mit dem Angriffskrieg auf die Ukraine und deren Atomkraftwerke sowie der weiter fortschreitenden Erderhitzung sind Bedrohungen deutlich geworden, die einen Austausch unter Gleichgesinnten wichtig erscheinen lassen.
Wer von seinen Erfahrungen, Erlebnissen und Gedanken berichten möchte, hat dazu Gelegenheit. Eine Bühne und Verstärker stehen zur Verfügung. Wesentliches Anliegen des Treffens ist neben dem persönlichen Kontakt, auch weiterhin auf die Gefahren der Atomkraft, die ungeklärte Atommüllendlagerung und die Probleme beim Rückbau der AKW’s aufmerksam zu machen.
Für die Erfüllung der dann geltenden Corona-Auflagen ist jede*r selbst verantwortlich. Es wird heiße Suppe und Getränke gegen Spende geben. Darüber hinaus kann sich jede*r selbst Verpflegung mitbringen. Für musikalische Untermalung ist gesorgt.
Karsten Hinrichsen (Initiative Brokdorf-akut), Gisela Wieneke, BUND Kreisgruppe Steinburg

Test der Sicherheitsventile des AKW Brokdorf beim Runterfahren des
Reaktors zur letzten Revision am 19.9.2020 um 8 Uhr.
Am 19.9.2020 wurde das AKW Brokdorf zur letzten Revision vom Netz genommen. Ende 2021 wird das AKW stillgelegt. Der Betreiber PreussenElektra hat bereits einen Rückbauantrag gestellt.
Der Medien-Information der Atomaufsichtsbehörde (MELUND) ist zu entnehmen, dass
Deshalb hat Brokdorf-akut die Pressemitteilung vom 7. 10.2020 verfasst, um darauf hinzuweisen, dass der Volllastbetrieb zu einer Sicherheitseinbuße führen könnte.
Weiter hat Brokdorf-akut am 5.10.2020 eine Anfrage an das MELUND gerichtet, um technische Details zu erfragen, aufgrund derer das Wiederanfahren mit 100 % der Nennleistung genehmigt werden kann.
Weiter weist Brokdorf-akut darauf hin, dass der Einsatz von 72 neuen Brennelementen zu einer erheblichen Erhöhung des hochradioaktiven Atommülls führen wird.

Gut eineinhalb Jahre vor der gesetzlichen Stilllegung des AKW Brokdorf hat in die Sommerferien hinein die Öffentlichkeitsbeteiligung zum Rückbau des AKW Brokdorf begonnen. Die Antragsunterlagen sind online verfügbar unter „MELUND Rückbau Brokdorf“. Die Initiative Brokdorf-akut hat eine Sammeleinwendung fertig gestellt. Einwenden darf jeder. Aber nur wer als Einwender*in unterschreibt, kann später auf dem Erörterungstermin für höhere Sicherheitsanforderungen beim geplanten Rückbau des Atommeilers mitreden. Der hochradioaktive Atommüll wird mangels Endlager noch für Jahrzehnte im Zwischenlager Brokdorf bleiben. Das Zwischenager Brokdorf ist baugleich mit dem in Brunsbüttel, das seine Betriebgenehmigung per Gerichtsurteil verloren hat. Die Sicherheit des Zwischenlager Brokdorf ist also ebenfalls nicht nachgewiesen. Demnächst kommen sogar noch weitere Castor-Behälter aus Sellafield hinzu. Wegen der mangelhaften Sicherheit hat der BUND-Hessen gegen die Einlagerung derartiger neuer Abfälle im Zwischenlager Biblis eine Klage auf den Weg gebracht. Die Mängel bestehen auch für das Castor-Zwischenlager in Brokdorf. Weil auch die Endlagerung der leicht- und mittelradioaktiven Abfälle nicht vorwärts kommt, soll in Brokdorf auch noch ein Zwischenlager für diesen Atommüll neu gebaut werden.
Bitte unterschreibt die Sammeleinwendung und schickt sie an Brokdorf-akut rechtzeitig zurück.
Die turnusmäßig anstehende b-akut-Sitzung am Donnerstag, dem 2. April 2020, fällt dem Versammlungsverbot von mehr als 2 Personen zum Opfer.
Mutmaßlich ist die nächste Sitzung am Donnerstag, den 7. Mai.
Einladung zur 7. Protest- und Kulturmeile anlässlich der 33. Wiederkehr des SuperGAUS in Tschernobyl. Weitere Informationen sind dem Demoaufruf zu entnehmen. Zur Mobilisierung können Demo-Flyer als DIN A4 und DIN A5 heruntergeladen und ausgedruckt werden.
Die von Vattenfall beantragten Nuklideinleitungen in die Elbe (außer für Tritium) sind tausendfach höher als die beim Leistungsbetrieb abgegebenen. Die Strahlenbelastung beim Rückbau könnte bei sorgfältiger Filterung (Mehrkosten) nahezu Null sein.
300 Demonstranten bei Protest- und Kulturmeile in Brokdorf zum 32. Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl.